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Generalversammlung der Rindermästergemeinschaft: MEP DI Alexander Bernhuber im praxisorientierten Dialog

MEP DI Alexander Bernhuber beim Besuchstag in Oberösterreich – Fachlicher Austausch mit der Rindermästergemeinschaft und Österreichischer Rinderbörse

EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber verschaffte sich gemeinsam mit Vertretern der Rindermästergemeinschaft Oberösterreich und der Österreichischen Rinderbörse einen direkten Einblick in die Praxis der heimischen Rindermast. Als selbst aktiver Rindermäster aus Niederösterreich bringt er dabei nicht nur politisches Gewicht, sondern auch persönliche Erfahrung mit. Beim Betrieb von Georg Endl in St. Georgen bei Obernberg stand das offene Gespräch über die täglichen Herausforderungen im Mittelpunkt. Bernhuber betonte: „Es ist entscheidend, sich die Höfe vor Ort anzuschauen – nur so können wir Politik machen, die wirklich praxistauglich ist.“

Gute Preise, aber wachsender Kostendruck

Trotz stabiler Marktlage steht die Branche vor erheblichen Herausforderungen. Steigende Betriebskosten belasten die Betriebe, während internationale Handelsabkommen zusätzlichen Druck erzeugen. Die mögliche Einfuhr von Rindfleisch im Rahmen von EU-Mercosur bereitet den heimischen Produzenten Sorgen, da unterschiedliche Produktionsstandards fairen Wettbewerb erschweren.

Generalversammlung: Bürokratie, Brüsseler Vorgaben und ein historischer Obmannwechsel

Die Generalversammlung am 24. März war zugleich Schauplatz eines bedeutenden personellen Einschnitts: Nach 25 Jahren an der Spitze übergibt Rudolf Mitterbucher das Amt des Obmanns an Robert Windauer. Kammerdirektor Karl Dietachmair würdigte das langjährige Engagement Mitterbuchers und wünschte dem neuen Obmann einen erfolgreichen Start.

Bernhuber sprach sich klar für Entlastungen aus: „Die Bürokratie bei Förderungen darf unsere Bäuerinnen und Bauern nicht weiter ausbremsen.“ Mit Blick auf europäische Regelwerke mahnte er: „Wir müssen aufpassen, dass neue Vorgaben wie die Entwaldungsverordnung nicht an der Realität der Betriebe vorbeigehen.“ Und grundsätzlich: „Die Landwirtschaft ist Teil der Lösung,  aber nur, wenn praktikable Rahmenbedingungen geschaffen werden.“

Ziele und Vorteile des Vereins Rindermästergemeinschaft (RMG):

  • Gemeinsam stark: Interessen der Rindermäster bündeln und geschlossen vertreten.
  • Austausch & Wissen: Praktischer Erfahrungsaustausch und gegenseitige Unterstützung.
  • Regelmäßige Marktinformation: Wöchentliche Updates zu Preisen und Marktentwicklungen.
  • Vermarktungsvorteile: Informationsvorsprung und gebündeltes Auftreten stärken jeden Betrieb.
  • Stärkung der Gemeinschaft: Mitglieder motivieren, zusammenarbeiten und neue Betriebe einbinden.

Der neu gewählte Obmann Robert Windauer zeigte sich dankbar für das entgegengebrachte Vertrauen und blickt motiviert auf seine neue Aufgabe: „Mir ist es ein großes Anliegen, den Gemeinschaftsgedanken weiter zu stärken. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, dass wir Rindermäster geschlossen auftreten und unsere Interessen gemeinsam vertreten. Die Rindermästergemeinschaft und die Zusammenarbeit mit der Österreichischen Rinderbörse bieten dafür eine wichtige Grundlage – sowohl für den einzelnen Betrieb als auch für die gesamte oberösterreichische Rindermast.“

Mit dem Obmannwechsel wird auf der erfolgreichen Arbeit der vergangenen Jahre aufgebaut und der eingeschlagene Weg der Rindermästergemeinschaft konsequent weitergeführt – mit einem klaren Bekenntnis zu Zusammenhalt und einem starken gemeinsamen Auftreten.

v.l.n.r. Rinderbörse GF Minihuber, Anton Andeßner, LK Direktor Mag. Karl Dietachmair, Alexander Bernhuber, neuer Obmann Robert Windauer, Johann Molterer, alter Obmann Rudi Mitterbucher, Josef Bachinger. Copyright: Team Bernhuber